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VON OLINDA
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Recife
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HOTEL POUSADA PETER
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PERNAMBUCO, BRASILIEN
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KARNEVAL
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Das Landesinnere
"Interior"
von Pernambuco, Brasilien
des Hotel Pousada Peter
- Kunstgalerie

Bem
vindo! Willkommen! Welcome!
Bienvenido!
Bienvenue! Benvenuto!
Das
Landesinnere "Interior"
von Pernambuco, Brasilien
DAS INTERIOR VON PERNAMBUCO
Wenn der Besucher von Pernambuco sich erst einmal auf die
wunderschönen Strände stürzt, dann ist das sicher verständlich,
denn die bieten, besonders für Nordeuropäer, das begehrteste
Kontrastprogramm zur eigenen kühlen und oft badestrandlosen Heimat.
Ausserdem gehören die Strände Pernambuco zu den schönsten in
Brasilien, und einige von ihnen liegen nur ein paar Minuten zu Fuss
vom Hotel entfernt. Also erst mal raus aus den Reisekleidern und rein
in Bikini und Badehose - einen Geldschein in den Hosenbund für
einen Snack - und ab zum nächsten Strand.
Wenn dann aber, nach ein paar Tagen der Entspannung und der ersten
Bräunung, der Entdecker und Abenteurer wieder in Ihnen erwacht,
werden Sie sich wahrscheinlich auch ein bisschen aktiver in Pernambuco
umsehen wollen, und da hat dieser brasilianische Bundesstaat besonders
viel Interessantes und Überraschendes zu bieten:
"VITÓRIA DE SANTO ANTÃO" - DIE ROUTE DES
"FORRÓ"
Also machen wir heute mal unseren ersten Ausflug ins
pernambukanische Inland, und zwar auf der quer durch den Bundesstaat
laufenden BR-232-Strasse nach Westen, die sich auf den ersten 135
Kilometern beeindruckend gut und doppelspurig präsentiert. Soweit
fahren wir aber gar nicht, sondern erreichen unser erstes Etappenziel
schon nach läppischen 40 Kilometern.
"VITÓRIA DE SANTO ANTÃO"
Kurz "Vitória", hat 106.661 Einwohner und liegt
direkt an der Schnellstrasse, in der sogenannten "Zona da
Mata" - der ehemals vom Atlantischen Regenwald bedeckten
Waldzone - dem Übergangsgebiet zwischen Küstenregion und
"Agreste".
Nicht mehr viel zusehen vom Atlantischen Regenwald, den schon die
historischen Zuckerplantagen-Besitzer grosszügig abzubrennen begannen,
um auf der fruchtbaren Erde ihre Plantagen anlegen und die
"Engenhos" (Zuckerverarbeitungs-Anlagen) errichten zu
können.
Diese Engenhos sind heute nicht nur attraktive Sehenswürdigkeiten
für Besucher, die hier den ganzen komplizierten Prozess der
Zuckergewinnung und der "Cachaça-Destillation" (Zuckerrohr-Schnaps)
im historischen Original verfolgen können, sondern sie sind auch die
Basis für eine moderne "Cachaça-Herstellung" geblieben:
die Stadt exportiert ihren traditionellen "Pinga" (volkstümlicher
Ausdruck für den Zuckerrohr-Schnaps) in die verschiedensten Länder
der Welt.
Vitória hat auch zur Zeit der Besetzung Pernambucos durch die
Holländer eine strategische Rolle gespielt, denn natürlich
bemächtigten sich die Invasoren zuallererst der wertvollen
Zuckerplantagen. Hier, am "Monte Tabocas", schlugen sich, am
3. August 1645, Holländer und Portugiesen mit schrecklichen Verlusten
auf beiden Seiten - an der holländischen Besetzung änderte sich
jedoch vorläufig nichts. In Gedenken an diese Schlacht errichtete man
im Jahr 1945, anlässlich der 300-Jahrfeier, auf dem Berggipfel des
Monte Tabocas die Kapelle "Nossa Senhora de Nazaré".
Das Wohngebäude des "Instituto Histórico e Geográfico",
von 1851, beherbergte u.a. so illustre Gäste wie den Kaiser Dom Pedro
II. und seine Gemahlin Tereza Cristina - auf ihrem Staatsbesuch
im Dezember 1859. Das Gebäude ist ganz mit importierten Kacheln
verkleidet. Daneben gibt es noch ein paar andere historische Sights,
die einen Kurzbesuch in Vitória interessant machen.
Wir sagten etwas von der "Route des Forró": Während der
Juni-Festwochen (Festas Juninas), die im Nordosten besonders ausgiebig
und ausgelassen gefeiert werden, gehört Vitória zu den
Städteverbund rund um Recife, in denen Brasiliens grösste "Forró-Bands"
und Sänger Station machen, um das Volk anzuheizen. Feste feiern -
davon verstehen sie alle am meisten in Brasilien! Auch in Vitória:
das erste Fest des Jahres ist dem Schutzheiligen der Stadt gewidmet -
"Santo Antônio Antão", im Januar. Dann kommt der Karneval,
der die kleine Stadt in einen der animiertesten Pole des Bundesstaates
verwandelt. In der Karwoche kann man im hiesigen Stadion dem "Leidensweg
Christi" beiwohnen - der bis zu 25.000 Besucher mit der
Bevölkerung vereint. Im August wird die "Festa das Tabocas"
gefeiert - eingedenk der Schlacht am besagten Berg. Und der
aussersaisonale Karneval - jenes Hallodria für Touristen, die
den richtigen Karneval verpasst haben - findet hier im September
statt, unter der Bezeichnung "Vitória-Fest".
"GRAVATÁ" - DIE PERNAMBUKANISCHE SCHWEIZ
Zurück
auf der BR-232, geht´s von "Vitória de Santo Antâo" die
Serpentinen zur "Serra das Russas" hinauf - schon die
herrliche Landschaft, durch die wir fahren, ist ein Fest. Hier oben,
auf 480 Metern über dem Meer, gibt es interessante Aussichtspunkte,
Kioske am Strassenrand, mit allerlei Hausgemachtem und regionalen
Früchten - und wenn Sie schon Hunger verspüren, kommt ein
kurzer Halt beim "Rei da Coxinha" - dem "König
des Schenkelchens" gerade recht. Gemeint sind Hühnerschenkel,
die der "König" persönlich, frisch vom Grill, serviert.
Und dann entdecken wir die "Pernambukanische Schweiz" (Suiça
Pernambucana), ein lokaler Superlativ, der die Bewunderung der
Brasilianer für die Errungenschaften und Eigenheiten der sogenannten
"Ersten Welt" ausdrückt, auch wenn er sich, wie in diesem
Fall, nur auf eine durchschnittlichen Hügelhöhe von etwa 500 Metern
bezieht. Und, in Anlehnung an diesen Traum, haben die Einwohner hier
nicht etwa normale Häuser errichtet, sondern alpine Chalets -
kein Witz - und ihr Lieblingsgericht ist das Fondue!
Wir sind in Gravatá angekommen (85 km von Recife, mit 61.779
Einwohnern)
In der Region des "Agreste Central", dem noch fruchtbaren
Übergangsgebiet zwischen der "Zona da Mata" und dem
"Sertão". Die alpinen Chalets entpuppen sich, aus der Nähe
gesehen, als ein bisschen aus der Art geschlagen, aber das stark
abgeschrägte Dach gegen den pernambukanischen Schnee haben sie alle -
und einen niedlichen bunten Steingarten davor. Der Ersatzchristus -
eine Kopie des "Christo Redentor" von Rio de Janeiro -
breitet, von einer Hügelkuppe herab, seine Arme segnend über den
Chalet-Giebeln aus.
Die alpine Idylle komplett machen die hier verbreiteten
Erdbeer-Pflanzungen - tatsächlich - Erdbeeren im Nordosten
Brasiliens! Gravatá beliefert den gesamten Nordosten mit den
beliebten Früchten und feiert - wie könnte es anders sein -
sein "Erdbeer-Festival" (Festival do Morango) im November,
wenn die Erdbeeren ihren höchsten Reifegrad erreicht haben und von
jedermann, in und um Gravatá, verkonsumiert werden. Direkt vom Feld,
als Kompott, in Torten und Kuchen, in Form von Marmeladen und Gelees,
und als Likör natürlich!
Andere Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein im ganzen Land bekannter
Motocross-Wettbewerb, im April, oder die "Vaquejada
Pernambucana" - eine Art Rodeo - im gleichen Monat und
viele Shows, mit regionalen und nationalen Künstlern, während des
laufenden Jahres, machen aus Gravatá ein beliebtes Ausflugsziel.
Ökotouristisch hat die reizvolle Umgebung des Ortes auch einiges zu
bieten: von lokalen Guides wurden bereits Trails vorbereitet, die
viele interessante Naturschönheiten des Gebiets zusammenfassen. Da
gibt es zum Beispiel einen so genannten "Mineralquellen-Trail"
oder den "Trail da Pedra do Tao" - und viele
Wasserfälle unterwegs, auch für ein erfrischendes Bad. Also packen
Sie leichte Baumwollkleidung und Turnschuhe für ein solches Programm
mit ein!
Gravatá
hat mit einem besonders kreativen und hochwertigen Kunsthandwerk
Geschichte gemacht - Kunstgeschichte! Besonders Leder-Artikel
kann man hier günstig einkaufen - Taschen, Gürtel, Koffer und
Reisetaschen, Hüte, Stiefel, Zaumzeug und Pferdesättel sind von
allererster Güte. Stücke aus Holz, Bronze oder Keramik, die man in
den lokalen Ateliers entdecken kann, sind wahre Kunstwerke. Feilschen
Sie ein wenig mit den Schöpfern dieser Kunst, und Sie werden sehen,
dass Ihnen ein Handel gelingt, an dem Sie ein Leben lang Ihre Freude
haben.
Apropos Kunsthandwerk: auch eine gute Küche gehört bekanntlich dazu,
und die findet man ebenfalls in Gravatá: zum Beispiel die
"Buchada" (schon im Teil Paraíba ausführlich erklärt),
das "Carne de Sol" (Sonnenfleisch), die "Galinha à
Cabidela" (Huhn im eigenen Saft) sind Menus, die hier, genauso
wie im übrigen Nordosten, zum Gastronomie-Standard gehören. Eine
gastronomische Besonderheit sind die "Fondues von Gravatá",
die wir schon anfangs erwähnten - und die vielen süssen Sachen,
die man aus Erdbeeren zubereiten kann!
DER FREIE MARKT VON "CARUARU"
Wenn Sie einen Samstag in Recife erwischen, dann nutzen Sie ihn
für ein einmaliges szenisches Erlebnis: einen Markt unter freiem
Himmel, der wie aus einem schon vergangenen Jahrhundert entsprungen
scheint - der grösste freie Markt des Nordostens.
Oder, Sie übernachten in Gravatá, von Freitag auf Samstag, und
fahren über die schon bekannte BR-232, am Samstag in aller
Herrgottsfrühe, noch 50 km weiter - auf einer Hügelkette
liegt der Ort "Caruaru" - mit 213.573 Einwohnern,
135 km von Recife, noch im "Agreste" von Pernambuco.
Tausende
von Marktständen und Verkaufsbuden, Strassenhändler mit ihren
Bauchläden, Musikanten, Sänger, Dichter und Schausteller - dazu
eine unübersehbare Menge von Besuchern und Kaufinteressenten aus
allen Teilen des Landes - machen diesen Markt zu einem Volksfest,
das jeden Samstag neu ersteht. Um alles erleben zu können, sollten
Sie hier mindestens gegen 8h30 morgens eintreffen!
Lassen Sie sich einfach mal treiben von Ihrer eigenen Neugierde -
wenn Sie eine Kamera dabei haben, sind Sie sowieso hin- und
hergerissen von den unvergleichlichen Szenen, die Sie hier geboten
bekommen - wie aus einem exotischen Film.
Hier kann man alles kaufen und sogar tauschen, was das Herz begehrt!
Die verkäuferische Zungenfertigkeit stellt jede Theatervorstellung in
den Schatten, Akrobaten unterhalten die Besucher, Bänkelsänger
berichten in Reimen von den neuesten Schandtaten der Politiker und mir
fallen dazu die mittelalterlichen "Minnesänger" aus
Deutschland ein.

Von den Bauchläden anderer Verkäufer hängt die so genannte "Literatura
de Cordel" - die Schnurliteratur - herab: Kleine,
handgedruckte Broschüren, in denen Volks-Poeten in gereimter Form und
mit Gibi-Zeichnungen das öffentliche Leben, die Politik und andere
Themen glossieren, welche gerade die Öffentlichkeit beschäftigen.
Die findigen Verkäufer haben einige der gereimten Inhalte auswendig
gelernt und deklamieren sie jetzt vor ihrem entzückten Publikum. Ab
und an mit kurzen Unterbrechungen, wenn eines der Heftchen den
Besitzer wechselt, weil der dargebotene Reim den Käufer besonders
angesprochen hat.
Die keramische Handwerkskunst gehört zum Interessantesten der
"Feira", und viele Kuriositäten, wie zum Beispiel der
Tauschmarkt "Troca-Troca", wo man ein Hemd gegen einen
Kanarienvogel tauschen kann, eine Uhr gegen ein Paar Schuhe oder einen
Hut gegen drei lebende Hühner.
"Sim, Senhor - der Hut ist aus echtem Leder und war sehr
teuer!" Alles Teile des ungewöhnlichsten Marktes, den Sie je
gesehen haben, und der eine endlose Fülle von überraschenden Motiven
für die Kamera bietet.
Übrigens sind es drei verschiedene volkstümliche "Feiras"
(Märkte), die in Caruaru abgehalten werden: Die "Feira da
Sulanca", ist in erster Linie ein Textil-Markt, der von
lokalen Herstellern bestückt wird, aber man findet hier auch Schmuck
und einige andere Artikel. Die "Feira de Importados"
wird auch "Paraguay-Markt" genannt, weil man hier alle die
elektronischen Erwachsenenspielzeuge kaufen kann, die eigentlich
illegal nach Brasilien eingeschmuggelt werden. Die "Feira
Livre", ist die älteste und beliebteste. Aber Caruaru ist
viel mehr als nur Markt! Es ist ein kulturelles Zentrum des
"Agreste", wenn nicht sogar des gesamten Interiors von
Pernambuco.
Noch ein bisschen bekannter als durch den "Freien Markt",
ist Caruaru bei den Einheimischen durch seine Musik: hier steht die
Wiege des "Forró", und die Stadt wird im Nordosten in
erster Linie als "Capital do Forró" -
Hauptstadt des Forró, bezeichnet. Der Tanz, auch bekannt unter dem
eher volkstümlichen Namen "Rala Bucho" (frei übersetzt:
Bauch-Reiber - weil man beim "Forró" den Bauch an dem
der Partnerin zu reiben pflegt) hat die kleine Stadt weit über
ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht. Dabei stammt der
"Forró" gar nicht aus dem choreografisch-musikalischen
Repertoire eines "Caruaruense" sondern entstand, Ende des
19. Jahrhunderts, aus einem Freizeitvergnügen der englischen
Gleisarbeiter, die die Schienen der brasilianischen "Great
Western" Eisenbahnlinie verlegten. Heute eine Strecke von rund
1.600 km, von Recife in Pernambuco bis Fortaleza in Ceará.
Damals staunten die Bürger von Caruaru über die lustigen Ausländer,
von deren Sprache sie kein Wort verstanden, deren Musik sie aber
sofort nachempfinden konnten - und deren Rhythmus unter ihnen zur
Mode avancierte. Und als die Männer mit dem wachsenden Schienenstrang
weitergezogen waren, erinnerten sich die traurigen Mädchen nur noch
jenes einzigen Ausdrucks, mit dem ihre neuen Freunde sie jedes Mal
aufgefordert hatten mitzutanzen, wenn sie durch ihre Musik angelockt,
im Lager auftauchten: "for all!" Wahrscheinlich sagten die
Männer so was Ähnliches wie "Come on in - it's for all!"
aber davon war nur noch dieser klägliche Rest in ihrem Gedächtnis
haften geblieben - und nicht einmal der, denn sie machten daraus
"For-ró". Eine Lautmalerei, die, von einem Brasilianer
gesprochen, sich tatsächlich ähnlich anhört wie "for all".
Klar, dass auch der original englische Tanz, die Musik und der
Rhythmus in der Zwischenzeit einige indianische, afrikanische und
lusitanische Korrekturen und Retuschen erfahren haben. Und heute ist
der "Forró" ganz sicher so durch und durch brasilianisch,
dass ihn selbst ein englischer Gleisarbeiter nicht mehr als "made
in Great Britain" erkennen würde!
Die UNESCO hat Caruaru als "Grösstes Zentrum Figurativer
Kunst Amerikas" bezeichnet und bezieht sich damit auf den
Stadtteil "Alto do Moura", wo sich zirka 200 Künstler mit
keramischer Kunst beschäftigen. Viele von ihnen sind nicht etwa von
aussen her zugewandert, sondern haben sich aus dem bürgerlichen
Potential entwickelt - so wie ihrer aller Meister einmal, der
berühmte "Vitalino Pereira dos Santos".
Der Welt grösstes Freilicht-Theater "Nova Jerusalem"
Mit 70.000 m2 - befindet sich drei Kilometer hinter dem
kleinen Ort "Fazenda Nova" (187 km von Recife). Ein
Privatmann hat hier, auf seinem Landgut, einen Ausschnitt aus dem
Jerusalem des Jahres 33 n. Chr. rekonstruiert und die einzelnen
Stationen des Leidensweges Christi, in die verschiedenen natürlichen
Gegebenheiten, wie Felsformationen, Orangenhaine und Stallungen,
eingebaut. Die "Theaterstadt" liegt inmitten einer kargen
Felslandschaft, ähnlich der "Judäas", umgeben von einer 3
Meter hohen Mauer, die mit 7 Meter hohen Türmen besetzt ist.
Man merkt allerdings an dem Mauerngewirr, dass hier wohlmeinende Laien
am Werk waren, deren Begeisterung und Phantasie die Sachkenntnis bei
weitem übertraf.
Das "Neue Jerusalem" ist alljährlich - seit dem Jahr
1968 - während der Karwoche, ein beliebtes Ausflugsziel der
Brasilianer aus allen Teilen des Landes, um hier, oft über mehrere
Tage, dem prachtvollen und gut inszenierten Passions-Spektakel
beizuwohnen: 50 Schauspieler und 500 Figuranten bilden das Aufgebot
der Akteure, die an 9 verschiedenen Schauplätzen in 60 Szenen das
Leben, den Prozess und den Tod Jesu darstellen. In dieser ständig in
Bewegung befindlichen Darstellung unter freiem Himmel werden die
Zuschauer - bis zu 8.000 pro Aufführung - in das Spektakel
miteinbezogen - zweieinhalb Stunden lang.
Mit Hilfe modernster Elektronik und Hunderten von synchronisierten
Lautsprechern gelingt es, jeden einzelnen Atemzug der Schauspieler
deutlich in jedem Winkel des riesigen Geländes zu vernehmen.
Phantastische Lichteffekte verleihen den einzelnen Szenen, die über 7
Tage lang - nur abends ab 18.00 Uhr - aneinander gereiht
werden, eine zusätzliche Dramatik.
Die hügelige Landschaft gibt eine wundervolle Kulisse ab, die
Begeisterung der Teilnehmer ist immer grenzenlos, und die Busladungen
von Besuchern, die sich in der Karwoche über die Theaterstadt
ergiessen, sind ein deutlicher Beweis für den Erfolg dieser
religiösen Privatinitiative.
Der Vorverkauf der Eintrittskarten beginnt etwa einen Monat vor
der Osterwoche. Die erste Aufführung ist am Freitag vor der
Osterwoche - während der Osterwoche ist jeden Tag eine
Aufführung - die des Karfreitags ist die begehrteste. Die Preise
liegen zwischen 10.00 und 15.00 US-Dollar. Kinder bis 5 Jahre sind
frei. Die Tore werden ab 16h00 geöffnet, das Schauspiel beginnt
um 18h00. Der Rückweg nach Caruaru (48 km) kann mehr als 2 Stunden
dauern, wegen des Trubels, aber nur in Caruaru findet man eine
entsprechende Infrastruktur zum Übernachten.
Seit 1999 inszeniert man in "Nova Jerusalem" auch das
Spektakel "Noite Feliz" (Heilige Nacht) der Geburt
Christi - es wird vorerst nur am Samstag und Sonntag der dritten
Dezemberwoche aufgeführt. Besuchen kann man die Theaterstadt zwar an
irgendeinem Tag, aber dann ist sie eben nur eine Kulisse.
Recife,
Hauptstadt des
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Pernambuco, Brasilien !
Der
Karneval von Recife
ist ein
Strassenkarneval
Um
mehr
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die erste Synagoge
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Nachbarstadt von Recife !
Der
Karneval von Olinda
ist ein
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Das
Landesinnere
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DIE
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IM NORDEN UND IM SÜDENN
VON RECIFE UND OLINDA !
Die
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von
Pernambuco, Brasilien !
Archipel
Fernando de Noronha,
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Von
Olinda aus gibt es zahlreiche
Ausflüge zu den Stränden
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